Archiv für die Kategorie „Mach das Beste aus 2011!“

Eine schöne, banal erscheinende Aufgabe begleitet mich im aktuellen “28-Tage-Transformer” - täglich soll ich mich in “mein größeres ICH” einfühlen. Zuerst sitze ich ihm gegenüber und schaue es an – wie sieht es aus, was tut es, wie verhält es sich? Dann wechsel ich an seine Stelle – wie fühlt es sich an, mein größeres Ich zu sein? Bei Gefallen kann man jetzt so lange wie man mag weiterwechseln – für mich war aber schon nach dem 1. Wechsel das Gefühl da: das reicht mir jetzt erstmal! Lieber jeden Tag einen kleinen Schritt als an einem zu Großen stolpern ;-)

Spannend war für mich dann zu beobachten, dass es “Fokus-Tage” gab: mein größeres Finanz-Ich, mein größeres Beziehungs-Ich, mein größeres Projekt-Ich :-)   Zu Beginn der Übungen begegnete ich ihnen nur vormittags beim Meditieren … nach einigen Tagen bemerkte ich, dass ich auch tagsüber öfter mal an sie dachte und mich in der entsprechenden Situation fragte: “Wie würde jetzt mein größeres XY-Ich handeln?” Da sind erstaunliche Ideen gekommen … mit überraschenden positiven Ergebnissen.

Spaß macht es obendrein auch noch – jede Menge! :-)

Eine Wegbeschreibung nach London galt es zu erstellen. “Was soll ich denn da schreiben?”, fragte mein Sohn. “Wie bist Du denn nach London gekommen?”, fragte ich zurück. “Wir sind mit dem Auto nach Weeze gefahren, von dort aus mit dem Flugzeug zu einem Flughafen in der Nähe von London, von da aus mit dem Schnellzug in die Stadt.” Lächelnd nickte ich. “Das ist eine Wegbeschreibung.” “Aber es gibt doch noch andere Möglichkeiten! Mit dem Zug oder … kann man auch mit dem Auto hinfahren?” “Ja, kann man auch … aber ich denke, es reicht EINE detaillierte Beschreibung, und die weiteren Möglichkeiten kannst Du einfach nur erwähnen.”

Mein Sohn war damit nicht zufrieden. Stundenlang saß er vor seinem Bildschirm, der Abgabetermin rückte bedrohlich nahe. Das Ergebnis: eine Überschrift!

Ich als Mutter fand mich in einer Achterbahnfahrt der Gefühle wieder – und an deren Ende stand:

HILFLOSIGKEIT!

Ich wusste mir absolut keinen Rat mehr, wie ich meinen Sohn dahingehend unterstützen kann, dass er seine Blockade überwindet. Was tun?

Das eigentlich Naheliegende war dann für mich eine Herausforderung: ein Termin mit dem Lehrer, Hilflosigkeit eingestehen. Oh wei! :-( Schon bei der Vorstellung wurde mir flau im Magen. Hilflosigkeit eingestehen??? Innerer Aufruhr hoch drei – bloß nicht, Hilfe, Achtung Gefahr!!! ;-)

Da eh die tägliche Meditation anstand, bedachte ich die Hilflosigkeit mit dem liebevollen Blick – und siehe da, der innere Aufruhr legte sich, stattdessen stellte sich die Einsicht ein: da ist überhaupt nichts Schlimmes bei, das einzugestehen, denn erst dann kann Hilfe von außen angeboten werden und erfolgen. Und DARUM geht es doch!

Zur Belohnung für mein “mich trauen” gab es dann auch von Lehrerseite aus das Eingeständnis, sich hilflos zu fühlen, und so wurde gemeinsam nach Ideen gesucht.

Bei der Überlegung, was ICH tun kann, damit das angeknackste Selbstbewusstsein wieder aufblühen kann, erinnerte ich mich an etwas, das ich vor einiger Zeit gelesen hatte. Da gab’s doch eine Buchautorin, die in der 5./6. Klasse ähnliche Probleme hatte und die sich da selbst herausgeholt hatte durch … was war es nochmal??? Ach ja:

GEDÄCHTNISTRAINING!

Die Sache mit “32 Spielkarten in ihrer Reihenfolge behalten”. Tataaaaaa – da schließt sich doch ein Kreis! :-)

Schreiblust – daher mal wieder eine Kurzgeschichte :-)

Ich staunte. Trotz der frühen Morgenstunde warteten am vereinbarten Treffpunkt – der Bergstation etwas unterhalb des Gipfels – um die 30 Menschen, die gemeinsam zum gegenüberliegenden Gipfel aufbrechen wollten. Viele waren mit der Seilbahn hochgefahren, aber einige hatten sogar wie ich den Fußweg gewählt und kamen leicht außer Atem hinter mir den Weg hinauf.

Unser Wanderführer war natürlich auch schon da – ich sah, wie er jeden persönlich begrüßte und ein paar Worte wechselte. Immer wieder zeigte er, lächelnd nickend, auf das Ziel der Wanderung. Der Gipfel gegenüber! Seufzend schaute auch ich hinüber – wie oft hatte ich hier schon gestanden und sehnsüchtig hinüber geschaut. Wie oft hatte ich losgehen wollen … wie oft hatte ich stattdessen das Vorhaben vertagt? Warum vertagt? Die Frage konnte ich mir leider selber nicht beantworten.

„Kommt ihr bitte mal alle hier zusammen?“  Oh, jetzt sollte es anscheinend bald losgehen. Aufgeregt drängelten wir uns um den Wanderführer, um ihn gut verstehen zu können. „So, dann nochmal offiziell an alle ein herzliches Willkommen! Ich freu mich sehr, dass ihr mitkommen wollt zum Gipfel da drüben. Die Wanderung bietet einige Herausforderungen, aber dafür bin ich ja als Wegbegleiter dabei, um euch drüber zu helfen. Und am Ziel werdet ihr sehen: es war alle Mühen wert! Wir starten dann jetzt zur ersten Etappe und steigen zum Silbersee ab …“

Wir steigen ab? Richtung Silbersee? Irritiert blieb ich erst einmal stehen und sah zum Gipfel hinüber. Wieso wählte der Wanderführer nicht den direkten Weg? EINEN riesengroßen Schritt, und wir hätten doch drüben sein können!  Das war jetzt aber umständlich …

Zögerlich schloss ich mich der Gruppe an, und nach einigen Metern meldete sich eine Stimme in mir: „Du, er war schon zigmal drüben und kennt den Weg und die Herausforderungen sehr gut. Und – DU wolltest doch jetzt unbedingt den Gipfel besteigen, und da Du nicht wusstest wie, hast Du Dich zu der geführten Wanderung hier angemeldet. Richtig?“ Widerstrebend musste ich der Stimme recht geben. „Ja, stimmt … ich wunder mich halt nur.“ Meine Stimmung wurde besser – so wichtig war ja nun der Weg auch nicht, wenn ich doch die Aussicht hatte, mein Ziel sicher zu erreichen. Neugierig schaute ich mir meine Mitwanderer an. Sahen alle ganz nett aus. Ich lächelte einer Frau zu, die direkt neben mir ging, und schnell waren wir in ein Gespräch vertieft. Auf einmal seufzte sie laut und meinte: „Ich würde ja soooo gerne wandern, aber … ich schaffe keinen einzigen Schritt. Ich habe mir schon zig Bücher gekauft und gelesen, habe diverse Laufübungen gemacht und ich nehme mir auch eine Stunde pro Tag Zeit, wo ich nichts anderes geplant habe außer ein paar Schritte zu gehen. Aber es klappt einfach nicht und ich weiß mir grad gar keinen Rat.“ Zaghaft erwiderte ich: „Aber … wir gehen doch grad!“ Lächelnd winkte sie ab: „Das ist ja kein richtiges Gehen!“ „Ach so“ murmelte ich, während ich krampfhaft überlegte. Was könnte sie nur mit „richtigem Gehen“ meinen? Aber aus der Befürchtung, sie könne meine Frage albern finden, schwieg ich. Das Gespräch verstummte, und so gingen wir schweigend nebeneinander her.

Wird fortgesetzt!

Die Meditation “Der liebevolle Blick” (aus dem Kursprogramm von Coach Yourself) brachte mich heute in Kontakt mit dem Anteil in mir, den ich “die Perfektionistin” getauft habe. Sie hat es mir in der Vergangenheit oft sehr schwer gemacht mit ihrem Anspruch an mich: “Nein, dafür bist Du noch nicht gut genug.” Oder “da musst Du noch besser werden”. Oder “da und dort hast Du noch Defizite, bevor die nicht beseitigt sind, geht’s nicht weiter”. Ganz schön frustrierend und demotivierend!

Diesen Anteil liebevoll anzuschauen und anzunehmen – puh, das könnte herausfordernd werden. Allerdings – es ging relativ einfach! :-) Während ich sie liebevoll anschaute, erklärte ich ihr nämlich, welche VORTEILE es haben kann, wenn man die eigenen Defizite anerkennt und bestehen lässt – die passen nämlich oft perfekt zu den Stärken eines Gegenübers! Ja, ich verstehe, dass man sich dafür abhängig macht und dass auch das wieder mit unglücklichen Erfahrungen verbunden ist, dennoch … schau doch mal, wie gerne Du Schreibfehler verbesserst! Wären alle perfekt in der Rechtsschreibung, würde Dir doch diese Freude entgehen! ;-)

Da musste mir die Perfektionistin rechtgeben. “Was hältst Du von folgender Idee? Du optimierst mit ganzer Kraft die Stärken – dafür lässt Du die Schwächen so, wie sie sind. Probieren wir das mal aus?” Zustimmendes Nicken …

Ich bin gespannt, wie sich das nun in der Realität auswirkt! :-)

ENDLICH ist’s wieder “Transformer-Zeit” – ich hatte mich schon so an die täglichen Aufgaben-Mails gewöhnt, dass mir die letzten Wochen ein bißchen wie “auf Entzug” vorkamen ;-)

Zum Start habe ich mir als tägliches “Mitsing-Ritual” folgende HYMNE ausgewählt:

Sicher erinnern sich viele von euch noch an die Sendung mit Michael Schanze – eine Frage, drei Antwortmöglichkeiten. Eine Schar Kinder hüpfte von 1 zu 2 zu 3 und wieder zurück und hin und her, um im letzten Moment auf DAS Feld zu hüpfen, das ihrer Meinung nach die richtige Antwort enthielt.

Dieses Bild hatte ich vorgestern diverse Male vor Augen – boah, WELCHES EINE Ziel wähle ich jetzt aus für den Kurs? Stress hoch drei – bis die innere Stimme meinte: nehm doch alle auf einmal! Hä? Ein warnender Anteil in mir lief zur Höchstform auf – aber das Gespräch mit ihm habe ich erstmal vertagt ;-) Und … hab mir 6 Projektmappen angelegt (grad ich! ;-) ). Gestern hab ich mir sie alle vorgenommen, intuitiv ausgewählt und bearbeitet – und war schon am frühen Nachmittag mit allen “durch”. Genial! Da scheine ich eine effiziente Methode für mich gefunden zu haben! Mit einem Lächeln bin ich eingeschlafen – und auch wieder aufgewacht! :-)

Heute Morgen dann die vertagte Diskussion mit dem Warner – puh, was wurde mir währenddessen heiß! Was da alles Verdrängtes nach oben kam … sagenhaft. Jetzt ist erstmal alles gesagt … wobei ich noch auf die Auflösung warte, was diese Aktion jetzt eigentlich bewirken sollte. Denn die Lösung liegt auf der Hand: EIN Projekt hab ich im Fokus für den 28-Tage-Transformer, der in den nächsten Tagen starten wird – die anderen Projekte laufen “nebenher”.

Aber … es wird sicher einen guten Grund für die Aufregung in mir geben. Es fühlt sich spontan nach einem Anteil an, der nach Heilung schreit …

Wer ähnlich spannendes mit der inneren Stimme erleben möchte – bis heute Abend (Mitternacht) besteht noch die Anmeldemöglichkeit für den Kurs “Finde Deine innere Stimme” mit Martin!

Sonnenverwöhnt, wie man durch die letzten Wochen ja doch geworden ist, drückte das Wetter gestern irgendwie mehr als sonst auf’s Gemüt (mir zumindest ;-) ). Das empfand ich umso ärgerlicher, als ich “eigentlich” voller Tatendrang war und ich mich fühlte wie jemand, der an der Startlinie stehend schon mit den Hufen scharrt, wegen Nebel aber das Ziel nicht sehen kann und … warten muss. Grässlich … kann ich ja so gaaaaaar nicht leiden, sowas! ;-)

Gegen Nachmittag war der Bann dann gebrochen – der Impuls zu einer Meditation kam, und sofort nach dem Schließen der Augen wurde mir sehr, sehr warm um’s Herz. Hallo, da ist sie ja schon wieder, die innere Stimme. Wie schön! Ich hab nämlich einige Fragen auf dem Herzen …

Es waren sehr konkrete Fragen für ein Schreibprojekt, das ich gemeinsam mit einer weiteren Schreibwütigen (Grüße nach Malle! :-) ) gestartet habe. Verblüffend, was da für – wie ich finde – schöne Anregungen kamen. Am 1. Dezember soll unser Werk fertig sein – und es kribbelt mächtig in den Fingern :-)

Beim Einschlafen meldete sie sich dann noch einmal … Herzensprojekt, direkt vor Ort, Kinder einbeziehen, Gutes tun. Und schwupps, stand da vor meinem “geistigen Auge” ein Wunschbaum. Das ist ein Baum, an den man Wünsche hängen kann – die dann von “Wunscherfüllern” gepflückt und erfüllt werden können.

“Du fängst schon wieder an, Dich zu verzetteln! Mach doch erstmal EINS zu Ende! Und fang nicht dauernd was neues an!!!”

Ein altbekannter innerer Kritiker, der sich da lautstark zu Wort meldete. ;-) Aber diesmal hatte ich etwas, womit ich seine Kritik entkräften konnte. Und – eine neue Aufgabe für ihn: ich habe Projektmappen angelegt. 6 Stück sind es aktuell … und die nehmen WIR (ich und mein internes Mitarbeiter-Team :-) ) uns jeden Abend und jeden Morgen vor. Abends wird abgehakt – was ist erledigt? Und dann werden die nächsten 3 Schritte festgelegt. Morgens wird dann gemeinsam überlegt: mit welchem Projekt fangen wir an? Was fühlt sich grad am besten an? Wo ist etwas zeitkritisch?

Das macht grad allen großen Spaß – und SO soll es doch auch sein! :-)

“Innere Stimme an Ulrike – HALLO, ich will Dir was antworten!!!!”

Aber, ich war ja sooo beschäftigt damit, meine Begeisterung kund zu tun und auf die Möglichkeit, sich jetzt anmelden zu können, hinzuweisen … ;-) Als ich dann zum dritten Mal den Abschnitt “Im Zentrum des Kurses …” an jemanden weiterleiten wollte, fiel es mir dann doch auf: was steht da? Frage an die innere Stimme?

Hm.

Hatte ich gar nicht “auf dem Schirm”, dass das geht.

Bzw. wieder vergessen.

Hab ich denn grad ne Frage?

Ja klar! :) Nämlich … wie sieht das denn nun aus mit dem Thema Geld verdienen? Welche Bezeichnung wird mein Job haben? Und da kam als Antwort:

Ghostworkerin!

Hm. Ghostworkerin? Ich kenn nur Ghostwriter … die, die für die Promis Bücher schreiben, selbst aber nie in Erscheinung treten. Das nun übertragen auf ne “Workerin” .. hmmmmmm.

Anfühlen tut es sich gut, aber … irgendeinem Anteil geht’s noch quer runter ;-) Da ist nach langer Zeit mal wieder “interne Mitarbeiterbesprechung” fällig :-)

Die dritte Woche wurde mit einem Webinar eingeläutet, das die Übung “Arztbesuch” zum Inhalt hatte. Ich war wie schon erwähnt ganz locker in das Webinar gegangen, denn – ich hab mein Ziel ja schon gefunden!

Im Verlauf der Übung wurde mir allerdings ziemlich mulmig zumute … wenn ich noch 3 Monate zu leben hätte, was wäre DAS EINE, was mir dann noch wichtig wäre zu tun? Klare Antwort von innen: ich würde ein Buch für meinen Sohn schreiben … in das ich all das schreiben würde, was mir wichtig wäre an ihn weiterzugeben. Und wenn ich nur noch einen Monat hätte? Dann würde ich das Buch nicht schreiben, sondern “auf Band sprechen” – das geht schneller ;-) . Und wenn es nur noch ein Tag wäre? Ui … 24 Stunden nur … dann würde ich einen wunderschönen Tag mit ihm gestalten und ganz viele Fotos von uns machen lassen und … einen Brief an ihn dazu schreiben.

Was mir die Übung gezeigt hat? Wie sehr mein Herz daran hängt, dass es meinem Sohn in seinem Leben gut gehen wird … dass er glücklich wird. Dass er SEIN Leben lebt …

Was heißt das jetzt für mein Ziel? Bisher hat meine geplante Community die Erwachsenen im Fokus … aber EIGENTLICH sind es doch die Kinder, für die mein Herz schlägt. Speziell natürlich mein Sohn ;-)

Mit Hilfe der “Erwachsenen-Community” Serviceprojekte für die “Schüler-Community” durchführen? Am Ende der dritten Woche entscheide ich mich, einen Kurs “Medienkompetenz für 6.Klässler” zu konzipieren … dazu sprudeln direkt ganz viele Ideen, und für die kommende Woche gibt es auch bereits einen Gesprächstermin mit meinem Wunschdozenten.

Mein Blick fällt auf die “Erwachsenen-Glückshaus-Community”. Einige Freunde haben sich direkt angemeldet – aber so gut wie keine Beiträge geschrieben. Ja, ich kenne das Thema “das-mach-ich-mal-bei-Zeit-und-Ruhe” ja auch ;-) . Daraufhin habe ich 20 Probanden gesucht – ganz gezielt. Aus Düsseldorf sollten sie sein (damit man sich auch mal im “realen Leben” als Gruppe treffen kann), an Persönlichkeitsentwicklung interessiert sein, eine Woche lang die Community testen wollen und zum Abschluss ein 15-Minuten-Interview mit mir führen. Sechs haben sich sofort gemeldet – zwei davon haben es geschafft, sich anzumelden. Keine hat bisher Beiträge geschrieben ….

Ich bin gespannt auf die Interviews – woran mag es nur liegen, dass die Möglichkeiten dieser Community nicht genutzt werden? Werden sie gar nicht erkannt? Nicht gewollt???

Mit diesen Fragen starte ich in die vierte Woche …